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Warum mich Bücher immer aufregen! | Businesszeug 🌿

Das Geheimnis gelungener Projektplaner (oder warum manche Bücher so unpraktisch sind)

Freunde, schnappt euch einen Tee und legt gemütlich die Füße hoch. Hol dir dein Lieblingsbuch und schmöker etwas darin. Lesen macht durstig (die spannenden Bücher jedenfalls) also nimm einen großen Schluck vom Heißgetränk. Du bemerkst: ein Drahtseilakt. In der linken Hand die Tasse, in der rechten das Buch. Du führst das Porzellan bedächtig zu den Lippen, leise ahnend, die flatternden Seiten könnten sich schliessennnn….schwupps, das Buch klappt zu.

Da geht mir das Messer in der Tasche auf.

Ein Buch, das von selbst zuklappt – und das ist ungefähr jedes Buch auf diesem Planeten – frustriert die Menschheit seit der Erfindung der Schreibmaschine.

Bin ich der einzige Mensch, der das total Kacke findet?

Warum werden Bücher immer so ungeschickt gebunden?

Klebebindung, heisst der Feind seit 1936. Oder auch Leimbindung. 83 Jahre später hat sich die Klebebindung natürlich enorm weiterentwickelt und ist heute so ziemlich die günstigste Variante, ein Buch zu binden – wird wohl auch der Grund sein, warum fast jedes Buch so gebunden ist.

Bei einer Leimbindung werden die Seiten aufgefächert und dann kommt Leim drauf. Durch das Auffächern der Seiten dringt der Leim 0,3 bis 1 mm zwischen die Seiten. Das muss er auch, sonst würde das ganze Gerümpel einfach wieder auseinanderfallen. Das hat den Nachteil, dass die Seiten zusammengeklebt werden, selbst bei 1 mm. Das wirkt sich auf das Auf- und Zuklapp-Verhältnis des Buches aus. Je mehr Seiten ein Buch hat, desto schlechter lässt es sich aufklappen, lesen oder vernünftig darauf schreiben.

Gibt es eine Lösung gegen schlecht gebundene Notizbücher?

Der irische Mönch Dagaeus, der als erster Buchbinder in Europa erwähnt wird, wusste es! Genau wie die Spanier, Gutenberg und die Illuminati. Die beste Bindung um ein Buch menschenfreundlich und lange haltbar zu binden (hier haben wir auch endlich das Stichwort Nachhaltigkeit) ist eine: Fadenheftung. Von außen sieht der Projektplaner aus wie jedes andere Buch, aber unter dem Hardcover verbirgt sich die Magie.

Die offene Fadenheftung: Der Mercedes unter den Buchbindungen

Die Fadenheftung löst seit Anbeginn der Zeit das Problem, über das wir uns alle ständig aufregen. Wenn man die Seiten aufklappt, bleiben sie flach liegen. Und das ganz egal wo man das Buch aufklappt.

Die Seiten werden bei der Fadenheftung, wie der Name schon sagt, mit einem Faden zusammengebunden. Der Faden gibt den Seiten also genug Spielraum um komplett flach liegen zu können.

(Ein hoch auch die Fadenheftung. Man muss sich nie wieder über aufmüpfige Seiten ärgern. Ein ToDo auf meiner Weltverbesserer Liste wäre also erledigt.)

Die Fadenheftung hat für mich als Grafik-Designerin und Hersteller von Werbeartikel für Firmenkunden einen weiteren Vorteil.

Der Faden, mit dem die Seiten zusammengebunden werden, kann nach der Farbe des Unternehmens ausgesucht werden. Das heißt, hat ein Kunde ein Dunkelblau als Corporate Farbe, kann der Faden des Buches ebenfalls Dunkelblau sein.

FAZIT

Du merkst, ich liebe die Fadenheftung. Sie ist der Mercedes unter den Buchbindungen. Es sieht total besonders aus, man hat ein weiteres Gestaltungselement, was das ganze noch einzigartiger macht. Die Seiten bleiben problemlos liegen, man kann vernünftig darauf schreiben bzw. lesen und die Buchseiten halten mit einer Fadenheftung am besten zusammen.

Und genau deswegen ist mein Projektplaner auch in dieser Art gebunden. Genau wie die Notizbücher für die Firmenkunden. Damit du jede letzte Ecke der Seite beschreiben kannst, weil sie immer perfekt flach liegt. Damit du lesen kannst, während du Tee schlürfst und gleichzeitig durch die Wohnung tanzt (ok, vielleicht nicht gerade in dieser Kombination).