• 8 Vorteile von Steinpapier

Beim surfen durchs Internet bin ich 2017 zufĂ€llig auf Steinpapier gestoßen. Es war ein kurzes Video das mich so fasziniert hat, dass ich beschloss mich nĂ€her mit Steinpapier zu beschĂ€ftigen und glaube mir wenn ich sage, „Ich liebe Steinpapier!“

Es hat so viele faszinierenden Eigenschaften, dass fĂŒr mich klar war, wenn Businesszeug noch nachhaltiger werden soll, brauche ich Produkte aus Steinpapier!
Ich liebe es und in diesem Artikel nenne ich dir die 8 GrĂŒnde, warum das so ist.

Keine Lust zu lesen? Dann schau dir einfach das Video an 🙂

1. Die Herstellung im Vergleich zu normalem Papier

Bei der Herstellung von einer Tonne Steinpapier, werden im Vergleich zu einer Tonne normalem Papier, werden:

  • 20 BĂ€ume erhalten
  • 16.000.000 BTU gespart
  • 900 kg Co2 Emissionen verhindert
  • 60.000 Liter Wasser eingespart
  • 150 kg Feststoff Abfall vermieden

Das waren die ersten Punkte, die ich ĂŒber Steinpapier herausgefunden hatte und das faszinierte mich so sehr, dass ich mich weiter damit beschĂ€ftigte.

2. Kein SĂ€uren oder Bleichmittel

Steinpapier besteht zu 80 % aus Steinmehl (Calciumcarbonat = CaCo3) und zu 20 % aus ungiftigem Polyethylen (PE). Calciumcarbonat (Kalkstein) ist das fĂŒnfthĂ€ufigste Element auf unserer Erde und oft ein Abfallprodukt in der Bauindustrie. Da es von Grund auf schon sehr weiß ist, werden bei der Herstellung des Papiers keine Bleichmittel oder SĂ€uren eingesetzt.

3. Kein Verbrauch von Trinkwasser

Um aus Kalkstein Papier zu machen, wird der Kalkstein zu sehr feinem Staub zermahlen. Das ungiftige Polyethylen (PE) dient als Bindemittel. Der Kunststoff kann aus alten Plastikflaschen gewonnen werden oder aber auch aus Mais oder ZuckerrohrabfÀllen. Unter sehr hohem Druck entstehen dann die papierÀhnlichen Materialbahnen.

4. Umweltfreundlicher als Recyclingpapier

Das war der mit Abstand schockierendste Punkt auf der Liste, denn ich hatte tatsÀchlich nicht auf dem Schirm, dass Recyclingpapier gar nicht so umweltfreundlich ist, wie alle immer sagen.

Um Papier zu recyceln werden zwar kaum Frischfasern benötigt, dafĂŒr allerdings viel Trinkwasser, Bleichmittel und andere Chemikalien, um die Farbe aus dem Papier zu bekommen und das Papier wieder weiß zu machen (was eigentlich logisch ist, wenn man mal darĂŒber nachdenkt). ZusĂ€tzlich fĂ€llt sehr viel Abfall an, mehr als bei der Herstellung von Frischfaser-Papier.

5. 100 % Zellstofffrei

Da das Steinpapier aus 80 % Steinmehl und 20 % ungiftigem Polyethylen (PE) besteht, braucht es keine Zugabe von Zellstoffen, somit muss kein Baum fĂŒr die Herstellung von Steinpapier gefĂ€llt werden.

6. 15 – 20 % weniger Druckerfarbe

Da das Steinpapier zellstofffrei und damit auch faserfrei ist, wird beim Drucken keine Farbe absorbiert. Damit wird beim Drucken 15-20% weniger Farbe verbraucht.

7. Steinpapier ist Wasserfest

Da das Steinpapier zellstofffrei und damit auch faserfrei ist, dringt kein Wasser in das Papier ein. Es eignet sich daher sehr gut zum Zeichnen mit Aquarell-Farben, da die Farbe auf und nicht im Papier trocknet. Man muss allerdings bedenken, das Farben jeglicher Art, sei es Kulli, Aquarell, Filzstift etc. etwas lÀnger zum trocknen brauchen.

8. Lange haltbar und vergilbt nicht

Ein großer Vorteil von Steinpapier ist, dass es nicht vergilbt. Da es Faserfrei ist, kann ihm Feuchtigkeit nichts anhaben und so hĂ€lt es theoretisch ewig. Es sei denn, es ist einer permanenten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Unter langanhaltendem Sonnenlicht zersetzt sich Steinpapier nach einigen Monaten, Ă€hnlich wie Eierschalen.

Steinpapier hat eine Menge Vorteile gegenĂŒber normalem Papier und ich finde es schade, dass so wenige Menschen davon wissen.
Allerdings muss man dazu sagen, dass die Technik derzeit noch nicht auf dem Stand ist, normales Papier komplett durch Steinpapier zu ersetzen, aber wer weiß wo wir in ein paar Jahren stehen.

Wenn du noch mehr ĂŒber Steinpapier wissen willst, kannst du dir hier den Bericht von Galileo darĂŒber anschauen.

Hier findest du die Produkte von Businesszeug aus Steinpapier.

Wie findest du Steinpapier?
Denkst du das es sich auf lange Sicht durchsetzen kann?

2018-08-31T16:48:51+00:00Geschrieben von |2 Kommentare

Über den Autor:

Hi, ich bin Maria. GrĂŒnderin von Businesszeug. Hier findest du nachhaltig produzierte Planer, Blöcke und Kalender, die perfekt auf uns SelbststĂ€ndige zugeschnitten sind. Die Produkte helfen dir fokussierter und produktiver zu arbeiten, da sie den Blick auf das Wesentliche lenken. Gleichzeitig unterstĂŒtzt du mit deinem Kauf die Aufforstung in Mitteleuropa, da ein Teil des Gewinns an die Organisation I Plant A Tree gespendet wird. Wenn du dich also nachhaltig schön organisieren möchtest bist du hier genau richtig. Ich wĂŒnsche dir viel Spaß beim einkaufen und danke dir fĂŒr deine UnterstĂŒtzung.

2 Kommentare

  1. Nane Alber 29. MĂ€rz 2019 at 09:13 - Reply

    Hm, das klingt schon ganz schön spannend, was Du da ĂŒber das Papier sagst, aber die Frage, die sich mir als erstes gestellt hat, ist: wie ist es mit der Entsorgung? Dadurch, dass ja Plastik beigemischt ist, kann es ja nicht ins Altpapier wandern! Wie entsorgt man das denn dann? Ist es recyclingfĂ€hig, oder muss es dann womöglich als SondermĂŒll entsorgen? Ich befĂŒrchte nĂ€mlich, dass dann unser ohnehin schon perverser PlastikmĂŒllberg noch grĂ¶ĂŸer wird… und dann sind die ganzen Vorteile der Herstellung ganz schnell dahin.
    Ich wÀre sehr gespannt auf die Antwort.
    GrĂŒĂŸe von Nane

    • Maria Fritsch 29. MĂ€rz 2019 at 10:07 - Reply

      Hey Nane,
      Entsorgt wird Steinpapier im RestmĂŒll. Der Kunststoff der als Bindemittel dient ist ein Bio-Kunststoff. Besteht also aus nachwachsenden Rohstoffen und ist komplett abbaubar. Ich bin noch dabei herauszufinden wie es sich verhĂ€lt wenn man es kompostiert. Steinpapier verhĂ€lt sich beim zersetzen nĂ€mlich Ă€hnlich wie Eierschalen. Es löst sich bei permanenter Sonneneinstrahlung nach 3-6 Monaten einfach auf. Das Bio-Hartz wird wieder zu CO2 und Wasser und was ĂŒbrig bleibt ist das Steinmehl.

      Wenn man einen GemĂŒsegarten hat und die Erde sauer ist, kann man das Steinpapier auch verbrennen und das Kalkmehl, welches ĂŒbrig bleibt, auf der Erde verteilen.

      Liebe GrĂŒĂŸe,
      Maria

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